Bergprodukte, Sanfter Tourismus und Genuss aus den Alpen

Lage der Bergbauern

 

Neue Wirtschaftsformen

Da Bergbauern verständlicherweise auch nicht nur von Zuschüssen leben wollen und natürlich auch lieber aus eigener Kraft überleben würden, sind sie darauf angewiesen, Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte zu finden. Durch die im letzen Abschnitt genannten Erschwernisgründe müssen sie viel arbeitsaufwändiger und damit kosteninternsiver produzieren als Betriebe ausserhalb der Alpen, und infolgedessen sind sie bei Massenware preislich wenig konkurrenzfähig.

Bergbauernfamilien hängen dabei oft sehr an ihren Betrieben und geben nicht einfach aus betriebswirtschaftlichen Gründen auf. Sie lassen sich erst mal was einfallen.

Die Landwirtschaft und die Wirtschaft der Berggebiete haben aber auch einiges zu bieten.
So sind die Produkte dieser Gebiete von unvergleichlicher Qualität und Authentizität.
Die Abgeschiedenheit kann auch zu einer Stärke werden, wenn die ökologischen und traditionellen Erzeugungsverfahren erhalten bleiben und die Artenvielfalt geschützt wird.
Mit viel Aufwand und Liebe werden alte Traditionen wiederbelebt und neue Ideen entwickelt.

Viele Bergbauern verkaufen ihre Erzeugnisse als Direktvermarkter selbst, sie verkaufen beispielsweise Fleisch, Wurst und Käse, sowie Marmelade, Honig oder Sirup direkt ab Hof.

Durch die hervorragende Rohstoffqualität und die relativ intakte Umwelt bietet sich ökologische Produktion von hochwertigen Qualitätsprodukten an, die weniger als Massenware als vielmehr als Spezialitäten verkauft werden können. Je nach Lage und Klima werden auch besondere Getreidesorten (Gerste als Berggetreide), Kastanien, Walnusse, oder auch Aprikosen und Holunder angebaut. Daraus werden wiederum regionale Spezialitäten, wie beispielsweise Bündner Nusstorte, Kastaniencreme oder Holundersirup und auch Marmeladen und Spirituosen hergestellt und verkauft. Milch wird an lokale Käsereien verkauft und zu Bergkäse bzw. im Sommer zu Alpkäse und anderen Käsesorten verabeitet.

Ein weiteres Standbein ist der Tourismus. Produkte weentHoder den Dorfladen verkauft und an die Gäste weitergegeben, oder die Bauern bieten selbst Übernachtungsmöglichkeiten an. Hierbei kommen beispielsweise Ferienwohnungen oder "Schlaf im Stroh" in betracht oder es werden Zimmer vermietet. Hierbei werden die Gäste mit hofeigenen Produkte bewirtet und können diese natürlich auch mit nach Hause nehmen.

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