Bergprodukte, Sanfter Tourismus und Genuss aus den Alpen

Berglandwirtschaft

 

Verschiedene Typen

Um Berghöfe zu bewirtschaften, haben sich andere Wirtschafts- und Lebensweisen durchgesetzt oder erhalten wie im flachen Land.

Es gibt, grob betrachtet, zwei verschiedene Typen der Berglandwirtschaft, einen germanischen Typ, der im relativ feuchten nördlichen Alpenteil verbreitet ist und in dem die Viehwirtschaft den dominierenden Anteil stellt, und einen romanischen Typ in den südlicheren und inneralpinen, trockeneren und wärmeren Alpengegenden. Dieser ist durch einen größeren Anteil des Ackerbaus und kleiner Betriebsgrößen gekennzeichnet.

Weit verbreitet ist die saisonale Bewirtschaftung höhergelegener Gebiete. Diese werden im deutschsprachigen Raum je nach Gebiet Alm oder Alp genannt. Die Bezeichnung Alm ist dabei in den bajuwarischen Gebieten – Oberbayern, große Teile Tirols und weiter östlich gelegene Bundesländer Österreichs – üblich, während im Allgäu, Vorarlberg und der Schweiz die Bezeichnung Alp oder Alpe verwendet wird.

Alm oder Alp werden normalerweise im Frühsommer vom Tal aus bezogen und mit fortschreitendem Sommer wird immer höher hinauf gezogen, worauf es im spätsommer umgekehrt wieder hinab geht. Viele Alpen werden heute über Wirtschaftswege vom Tal aus versorgt und nicht mehr bewohnt. Vor allem Jungvieh, das nicht gemolken wird, oder Mutterkühe mit Kälbern müssen nicht täglich versorgt werden. Auf großen Flächen wird auch Bergheu zu Winterfütterung im Tal gewonnen.

Es gibt aber auch noch viele Alpen mit Milchvieh, und je nach dem wird die Milch direkt zu Käse und butter verarbeitet, oder sie wird ins Tal begracht und in größeren und kleineren Käsereien verarbeitet bzw. kommt direkt als Milch in den Handel.

Bei Wanderern sind Almen meist als Rast- und Brotzeitstation sehr beliebt. Oft wird ein Großteil der erzeugten Käse hier direkt an die Vorbeikommenden verkauft und gelangt überhaupt nicht ins Tal.

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